Demokratie leben!

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Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

Es gibt einen gesellschaftlichen Rechtsruck nicht nur in Deutschland und in der EU sondern
weltweit. In unserer pluralistischen Gesellschaft wird die religiöse Zugehörigkeit oder Identität
zum Angriffsmerkmal von Diskriminierung und offenem Rassismus. Das kann die Sprache
betreffen oder das direkte oder indirekte Verhalten von Einzelnen oder ganzer Personengruppen.
D.h. auch direkte gewalttätige Übergriffe gegenüber Personen und Einrichtungen. Jugendliche/
jg. Erwachsene geraten schnell ins Kreuzfeuer und werden oft zu „ausführenden“ Werkzeugen
von Hetzpropaganda. Im Fokus der Öffentlichkeit steht der derzeitige „häßliche“ Antisemitismus
der sich mannigfach zeigt. Seit 2011 gibt es auch Islamfeindliche Tendenzen und Islamophobie.
Praktizierenden Muslimen wird automatisch Gewaltbereitschaft, Antisemitismus und
Terrorismus zugeschrieben. Jedoch erfahren und erdulden auch sie unterschiedlichste
Übergriffe. Durch die historische Betrachtung wird aber deutlich, dass sich das Judentum und der
Islam sehr nahe stehen. In unterschiedlichen Epochen wurde friedvoll und respektvoll in
gegenseitiger Anerkennung miteinander umgegangen und gelebt. Politische Umstände
beeinflussen beide Religionen stark und umgekehrt.
Im Halbtagesworkshop sollen einerseits die historischem Umstände des einander Trennenden
aber auch die Gemeinsamkeiten deutlich werden. Weiter soll deutlich werden, dass Rassismus
bestimmte Interessen bedient und die Zwietracht in einer modernen Einwanderungsgesellschaft
keinen Platz haben darf. Diese zwei Seiten einer Medaille sollen herausgearbeitet werden um die
Muster deutlich zu machen und ein Bewusstsein gegen jeglichen Rassismus zu schaffen.
Inputreferate, 3 Workshops, Plenum, Diskussion
Das demokratische Zusammenleben in Deutschland/in der Gemeinde/am Wohnort braucht
interkulturell sensibilisierte Bürger*innen und interreligiöse Kompetenzen seitens vorbildlicher
Akteure

veröffentlicht am: 08.10.2019

Wetteraukreis

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